Warum kratzt mein Hund an seinem Korb?
Du hast das Hundebett gerade erst gewaschen und ihm ein neues Kissen gegeben … und trotzdem fängt dein Hund an zu kratzen, zu buddeln, sich umzudrehen und dann wieder von vorne anzufangen, als suche er nach einem unsichtbaren Schatz. Dieses Verhalten ist sehr häufig, besonders bei kleinen, verschmusten Hunden. Meistens ist es kein Grund zur Sorge. Manchmal ist es aber ein hilfreiches Signal: Irgendetwas stimmt nicht (Temperatur, Geruch, Material, Schmerzen, Stress, Parasiten).
In diesem Artikel halten wir es einfach: Wir erklären die häufigsten Gründe, zeigen Ihnen, welche Anzeichen Sie alarmieren sollten, und geben Ihnen konkrete Lösungen, damit Ihr Hund wieder einen bequemen und beruhigenden Schlafplatz findet 🩵
Das Kratzen am Korb: normales Verhalten… meistens jedenfalls
Bevor man nach einem Problem sucht, ist es wichtig zu wissen, dass das Kratzen am Bett oft eine Mischung aus Instinkt und Gewohnheit ist. Viele Hunde reproduzieren Verhaltensweisen, die sie von ihren Vorfahren geerbt haben: Sie bereiten einen Schlafplatz vor, drücken die Einstreu fest und bauen ein „Nest“. Selbst zu Hause, mit einem weichen Bett, kann das Gehirn eines Hundes diesen Reflex beibehalten.
Entscheidend sind Häufigkeit und Kontext. Kratzt sich Ihr Hund 10 Sekunden lang und legt sich dann ruhig hin: Kein Grund zur Sorge. Kratzt er sich hingegen lange, wirkt er aufgeregt, steht er häufig auf, hechelt er, winselt er oder weigert er sich, in seinem Körbchen zu bleiben: Dann sollten Sie der Sache nachgehen.
Die 10 häufigsten Ursachen (und ihre Bedeutung)
1) Er „bereitet sein Nest“ (Instinkt)
Das klassische Szenario: kurz kratzen, ein paar Mal drehen, dann schlafen. Ihr Hund versucht einfach, die Form des Hundebetts an seinen Körper anzupassen. Manche Hunde schieben auch gerne eine Decke beiseite, um eine Mulde zu schaffen, die ihren Rücken stützt.
Was Sie tun können:
- Legen Sie eine kleine Fleecedecke dazu, die sich leicht neu positionieren lässt.
- Wählen Sie einen Korb mit erhöhtem Rand, damit er sicher befestigt werden kann.
2) Der Korb ist unbequem (Material, Nähte, Polsterung)
Ein Hundebett kann weich und bequem aussehen … und dennoch für Ihren Hund unbequem sein: scheuernde Nähte, Stoff, der das Fell verhakt, ein zu flaches Kissen, Schaumstoff, der sich zusammendrückt, eine zu harte Unterlage. Kleine Hunde spüren aufgrund ihres geringen Gewichts schnell Druckstellen.
Typische Anzeichen:
- Er kratzt sich lange und scheint nicht zur Ruhe zu kommen.
- Nach wenigen Minuten wechselt er seinen Platz (Sofa, Teppich, Bett).
- Er legt sich hin und steht mehrmals wieder auf.
Lösungen:
- Probieren Sie für 2-3 Nächte eine andere Unterlage aus (gefaltete Decke, anderes Kissen), um einen Vergleich zu ermöglichen.
- Wenn der Boden kalt ist, legen Sie eine dickere Polsterung oder Isolierschicht unter den Korb.
- Prüfen Sie die Innenseite von Hand: Nähte, Verschlüsse, Etiketten, feste Teile.
3) Ihm ist zu heiß… oder zu kalt
Ja, Hunde kratzen sich möglicherweise, um ihre Körpertemperatur zu regulieren. Wenn ihnen warm ist, versuchen sie manchmal, den Stoff abzulegen oder einen kühleren Ort aufzusuchen. Wenn ihnen kalt ist, versuchen sie stattdessen, sich an dem Material festzuhalten, um sich warm zu halten.
Hilfreiche Hinweise:
- Zu heiß: Er breitet sich aus, keucht, lässt den Korb stehen und sucht nach den Fliesen.
- Zu kalt: Er rollt sich zusammen, zittert und versucht, sich an einer Kante festzuhalten.
Einfache Anpassungen:
- Stellen Sie den Korb nicht in die Nähe eines Heizkörpers oder in Zugluft.
- Bieten Sie zwei Optionen an: einen offeneren Korb und einen eher geschlossenen (oder eine Decke).
- Im Winter sollte man ein Bett wählen, das vom Boden isoliert (nicht direkt auf den Fliesen).
4) Ein Geruch stört ihn (Waschmittel, Parfüm, Reinigungsmittel)
Nach dem Waschen mögen manche Hunde ihr Hundebett nicht mehr. Die Gerüche von Waschmittel, Weichspüler oder bestimmten Sprays können ihren Geruchssinn stark reizen. Kratzen ist möglicherweise ein Versuch, den Geruch zu neutralisieren oder zu mildern.
Lösungen:
- Länger spülen und auf Weichspüler verzichten.
- Mehrere Stunden an der Luft trocknen lassen.
- Schieben Sie ein Stück Stoff mit Ihrem Duft (ein sauberes, getragenes T-Shirt) unter den Tisch, um ihn zu beruhigen.
5) Stress, Aufregung, Bedürfnis nach Beruhigung
Kratzen kann eine beruhigende Aktivität sein, ähnlich wie das Hin- und Herlaufen beim Menschen. Veränderungen im Tagesablauf, die Geburt eines Babys, ein Umzug, Geräusche im Haus, Einsamkeit… Ein ängstlicher Hund kratzt sich möglicherweise vermehrt, besonders beim Einschlafen.
Was oft hilft:
- Ein festes Abendritual (kurzer Ausflug, Wasser, Ruhe, dann Korb).
- Leichte Beschäftigung am Ende des Tages (Leckmatte, angemessenes Kauen).
- Ein besser geschützter Schlafbereich (an einer Wand, abseits vom Durchgang).
6) Ihm wird langweilig (und der Basketballkorb wird zu einem „Spiel“)
Manche Hunde, besonders junge oder sehr energiegeladene, kratzen, weil es sie beschäftigt. Sie kratzen möglicherweise auch, um Ihre Aufmerksamkeit zu erregen (selbst wenn Sie „Stopp“ sagen).
Konkrete Vorschläge:
- Steigerung des mentalen Aufwands (kurze Lerneinheiten von 3-5 Minuten).
- Bieten Sie eine kurze und sichere Kausession zu einem festgelegten Zeitpunkt an.
- Ignorieren Sie das „aufmerksamkeitssuchende“ Kratzen und belohnen Sie Ruhe.
7) Er versucht, einen Gegenstand zu verstecken (Versteckinstinkt).
Manche Hunde buddeln, um ein Spielzeug, ein Leckerli oder sogar einen gestohlenen Gegenstand zu „vergraben“. Wenn Sie Schätze im Korb finden, haben Sie Ihre Antwort.
Zu erledigen:
- Lassen Sie keine Leckereien im Korb liegen.
- Sorgen Sie für einen separaten Spielbereich, der vom Schlafbereich getrennt ist.
8) Parasiten oder Juckreiz (Flöhe, Hautreizungen, Allergien)
Manchmal liegt das Problem nicht am Hundebett, sondern an der Haut. Ein Hund, der sich viel kratzt, beißt, sich am Boden reibt oder Fell verliert, könnte Parasiten oder eine Hautreizung (z. B. Futtermittelallergie, Umweltallergie, trockene Haut) haben. In diesem Fall kratzt er möglicherweise auch an seinem Bett, weil er unruhig und unwohl ist.
Warnzeichen:
- Allgemeine Karosseriereinigung (nicht nur des Korbs).
- Rötungen, Krusten, Schuppen, ungewöhnlicher Geruch.
- Lecken der Pfoten oder Reiben der Schnauze.
Bei Verdacht auf Parasitenbefall sollten Sie das Tier und die Umgebung (Korb, Textilien, Boden) behandeln und Ihren Tierarzt um Rat bezüglich einer geeigneten Lösung bitten.
9) Schmerzen oder körperliche Beschwerden (Gelenke, Rücken, Magen)
Ein Hund, der Schmerzen hat, findet möglicherweise keine bequeme Position. Er kratzt sich, dreht sich um, steht auf, seufzt und sucht nach der schmerzfreien Stelle. Bei kleinen Hunden können bestimmte Schmerzen (Rücken-, Kniescheiben- oder Hüftschmerzen) das Einschlafen erschweren.
Wann man darüber nachdenken sollte:
- Ihr Hund verzieht das Gesicht oder winselt, wenn er sich hinlegt.
- Er meidet Treppen und springt weniger als früher.
- Er ist steif, wenn er aufwacht oder nach einem Nickerchen.
Wenn diese Anzeichen auftreten, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen: Schmerzen sind kein Grund zur Sorge. Eine einfache Anpassung Ihrer Schlafposition kann helfen, aber es ist wichtig, die Ursache zu verstehen.
10) Der Korb ist ungünstig platziert (Lärm, Fußgängerverkehr, Licht, Zugluft).
Das beste Hundebett der Welt kann, am falschen Platz, schnell zum Ort endlosen Kratzens werden. Steht es beispielsweise im Flur, in der Nähe der Tür, vor einem kalten Fenster oder unter einer Lärmquelle, fühlt sich Ihr Hund möglicherweise unwohl.
Gute Lage:
- Ein ruhiger Ort, ohne ständigen Verkehr.
- Eine Ecke, von der aus er den Raum überblicken kann, ohne im Mittelpunkt des Geschehens zu stehen.
- Ein Boden, der weder eiskalt noch glühend heiß ist und zugfrei.
Wie findet man heraus, welche Ursache die richtige ist? (einfache Methode)
Anstatt alles auf einmal zu ändern, gehen Sie wie ein kleiner Detektiv vor: Ändern Sie jeweils eine Sache über einen Zeitraum von 48 bis 72 Stunden und beobachten Sie.
Schritt 1: Den Kontext beachten
Stellen Sie sich diese Fragen:
- Kratzt sich Ihr Hund besonders, nachdem Sie den Korb gewaschen haben?
- Ist es abends, nach einem anstrengenden Tag oder wenn Sie verreist sind, schlimmer?
- Kratzt er sich und schläft dann tief und fest, oder findet er nie Ruhe?
- Treten am Körper auch Juckreize auf?
Schritt 2: Komfort testen
Legen Sie zwei Nächte lang eine gefaltete Decke oder ein anderes Kissen an dieselbe Stelle. Wenn das Kratzen deutlich nachlässt, liegt das Problem wahrscheinlich am Korb oder dessen Füllung.
Schritt 3: Standort testen
Stellen Sie den Korb ein bis zwei Meter weiter in eine ruhigere Ecke. Wenn Ihr Hund sich dann schneller beruhigt, sind Sie auf dem richtigen Weg.
Schritt 4: Haut und Fell überprüfen
Untersuchen Sie vorsichtig den Schwanzansatz, den Bauch, die Achselhöhlen und die Bereiche hinter den Ohren. Sollten Sie kleine schwarze Flecken oder Rötungen feststellen oder Ihr Hund sich auch an anderen Stellen kratzen, ist eine dermatologische Ursache in Betracht zu ziehen.
Praktische Lösungen zur Reduzierung von Kratzern (ohne zu viel darüber nachzudenken)
Den Korb „akzeptabler“ gestalten.
Einfache Maßnahmen, die oft funktionieren:
- Fügen Sie eine weiche Schutzhülle hinzu, die Sie leicht austauschen können.
- Verwenden Sie ein dickeres Kissen, wenn der Boden flach ist.
- Entfernen Sie Etiketten, unpraktische Verschlüsse und starre Elemente.
- Wählen Sie einen Korb mit erhöhtem Rand, wenn Ihr Hund sich gerne einkuschelt.
Schaffe ein Abendritual
Hunde lieben Vorhersehbarkeit. Ein kleines Ritual kann Unruhe lindern: letzter Spaziergang, Wasser, gedämpftes Licht, eine ruhige Stimme, dann ab ins Bett. Wenn Ihr Hund sich beruhigt, wenn Sie ihn sanft loben, während er sich hinlegt, ist das ein gutes Zeichen: Er verbindet sein Bett mit Ruhe.
Temperatur regulieren
Für kleine, kälteempfindliche Hunde ist Wärme oft ein Problem. Aber Vorsicht: Zu viel Wärme kann ebenfalls Unruhe verursachen. Bieten Sie daher am besten sowohl eine offene als auch eine gemütliche Option an.
Beispiele:
- Ein Korb mit einem Kissen und einer kleinen Decke daneben.
- Ein Korb in einer Ecke, aber nicht direkt neben dem Heizkörper.
- Im Winter: eine Daunenjacke oder Kleidung, die für den Außenbereich geeignet ist, aber nicht unbedingt zum Schlafen in Innenräumen.
Wenn das Kratzen stressbedingt ist
Bei Verdacht auf Stress sollten Sie zunächst die Ursache (Lärm, Einsamkeit, Veränderungen) ermitteln. Konzentrieren Sie sich anschließend auf Maßnahmen, die wirklich beruhigend wirken: Kauen, Lecken, ein geregelter Tagesablauf, ein geschützter Schlafplatz.
Um Folgendes zu vermeiden:
- Ihn zu tadeln, verschärft die Spannungen.
- Wenn man es abrupt bewegt, könnte man den Korb mit einer schlechten Erfahrung in Verbindung bringen.
Wenn Ihr Hund sein Bett durch Kratzen zerstört
Wenn aus Kratzern Zerstörung wird (zerrissener Schaumstoff, zerrissener Stoff), besteht die größte Gefahr im Verschlucken. In diesem Fall sollten Sie Sicherheitsvorkehrungen treffen: Entfernen Sie das beschädigte Bettzeug und bieten Sie eine robustere Unterlage an, während Sie die Ursache ermitteln.
Einfache Maßnahmen:
- Wenn Sie die Aufsicht nicht führen können, versperren Sie den Zugang zum Korb und bieten Sie einen sicheren Schlafplatz an.
- Steigern Sie Ihre geistige Aktivität tagsüber (kurz, aber regelmäßig).
- Bei Verdacht auf Angstzustände sollten Sie einen Tierarzt oder Trainer konsultieren.
Wann sollte man einen Tierarzt konsultieren?
Prüfen Sie, ob einer oder mehrere dieser Punkte zutreffen, insbesondere wenn es sich um einen neuen Punkt handelt:
- Ihr Hund schläft nicht mehr, wirkt aufgeregt, hechelt oder winselt.
- Sie beobachten starken Juckreiz, Rötungen, Haarausfall und Krustenbildung.
- Ihr Hund zeigt Anzeichen von Schmerzen (Steifheit, Hinken, Schwierigkeiten beim Hinlegen).
- Das Verhalten geht mit Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit einher.
- Das Kratzen wird zwanghaft oder destruktiv.
Ein Tierarzt kann medizinische Ursachen (Parasiten, Schmerzen, Hautprobleme) ausschließen und Sie über das weitere Vorgehen beraten. Dies ist besonders wichtig bei kleinen Hunden: Sie kompensieren Schmerzen oft lange Zeit, bevor sie diese deutlich zeigen.
Kratzen vorbeugen: Gute tägliche Gewohnheiten
Reinigung: Halten Sie es einfach.
Ein sauberes Hundebett, ja. Zu viel Parfüm, nein. Verwenden Sie ein mildes Waschmittel, spülen Sie gründlich nach und verzichten Sie auf Weichspüler. Wenn Ihr Hund empfindliche Haut hat, lassen Sie das Bett nach dem Waschen gut auslüften.
Wählen Sie einen Korb, der für kleine Hunde geeignet ist.
Chihuahuas und andere kleine Hunde bevorzugen oft gemütliche Betten mit erhöhtem Rand und einer ausreichend dicken Unterlage, damit sie den Boden nicht spüren. Ein etwas kleineres Bett wirkt oft beruhigender als ein sehr großes: Der Hund fühlt sich geborgen, wie in einem Nest.
Positivität zurück in den Korb bringen
Wenn Ihr Hund sein Bett meidet oder es mit Einschränkung verbindet, schaffen Sie eine positive Verknüpfung: ein Leckerli daneben (nicht unbedingt darin), eine Streicheleinheit, wenn er sich hinlegt, und vor allem: schicken Sie ihn nicht als Strafe dorthin.
Mini-Checkliste: Gute-Nacht-Korb
Um die Sache nicht zu verkomplizieren, führen Sie diese kurze Überprüfung durch, wenn die Kratzer übermäßig erscheinen:
- Ist die Oberfläche angenehm (keine störenden Nähte, keine harten Stellen)?
- Ist der Korb zu heiß oder zu kalt?
- Wurde der Korb gerade mit einem stark parfümierten Produkt gewaschen?
- Ist die Gegend ruhig und zugfrei?
- Kratzt sich Ihr Hund auch an anderen Stellen (Haut, Ohren, Pfoten)?
Zusammenfassend
In den meisten Fällen ist das Kratzen im Hundebett normales Verhalten: Ihr Hund bereitet sich sein Nest vor. Bei stärkerem Kratzen sind die häufigsten Ursachen Unbehagen, Temperatur, ein starker Geruch, Stress, Langeweile oder Juckreiz. Indem Sie Schritt für Schritt vorgehen (einen Test nach dem anderen), finden Sie oft schnell heraus, was ihn stört.
Am wichtigsten ist: Bei Anzeichen von Schmerzen, starkem Juckreiz oder plötzlichen Verhaltensänderungen sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Ein Hund, der gut schläft, erholt sich, fühlt sich sicher und belohnt Sie jeden Tag aufs Neue.
Weiter
Wenn Ihr Hund sein Bett besonders bei Kälte zerkratzt oder abends schlecht zur Ruhe kommt, kann es hilfreich sein, seinen Schlafplatz zu optimieren (Komfort, Isolierung vom Boden, ruhige Umgebung) und beruhigende Rituale zu verstärken (Kauen, Lecken, Abendritual).
Ein Hundebett, in dem sich Ihr Hund schnell wohlfühlt, ist oft das Ergebnis kleiner, gut abgestimmter Details. Und wenn diese Details stimmen, wird das Kratzen zu dem, was es normalerweise ist: ein kleines Ritual vor dem Schlafengehen 🩵




